Aufstehen sollte man spätestens vier Stunden vor dem Start. Die Zeit ist notwendig um rechtzeitig in Form zu kommen und gewährleistet ein stressfreies Frühstück. Oftmals ist auch noch einiges Organisatorisches zu erledigen.
Tipp: Eine erfrischende Dusche (abwechselnd warm-kalt) regt den Kreislauf zusätzlich an.
Das Marathonfrühstück sollte kohlenhydratreich, nicht zu üppig und leicht verdaulich ausfallen.
Das typische Wettkampffrühstück: Weißbrot mit Marmelade oder Honig. Bitte Vorsicht mit Milchprodukten und Obst. Kaffee und Tee entwässern, gleichzeitig sollte immer etwa die gleiche Menge Wasser aufgenommen werden.
Die Brustwarzen können durch raue Laufshirts in Verbindung mit dem Schweiß gereizt werden, sich entzünden oder bluten. Falls Sie diese Erfahrung im Training bereits gemacht haben, sollten Sie die Brustwarzen tapen. Entsprechende Pflaster erhalten Sie meistens im Startpaket.
Caps schützen sowohl bei Kälte als auch bei starker Sonneneinstrahlung. Wer sich nicht ganz sicher ist, kann noch am Start eine Entscheidung treffen und die Mütze gegebenenfalls in den Kleiderbeutel geben.
Die Zeitmess-Chips werden bereits am Vortag in die Schnürbänder eingebunden.
Anschließend muss der Schuh noch einmal testgelaufen werden, damit keinerlei Druckstellen vorhanden sind.
Die Zeitnahme beginnt erst mit Überquerung der Startlinie (sog. Netto-Zeit). Bei großen Marathons kann es 10 Minuten und länger dauern, die nach dem Startschuss vergehen, bis der tatsächlicher Start erfolgt. Schonen Sie Ihre Kräfte solange es geht!
Die eigene Stoppuhr für den Wettkampftag nicht vergessen und bitte erst beim Überlaufen der Startlinie einschalten. Sie ist Ihr wichtigstes Kontrollelement, damit der Wettkampf nicht zu schnell begonnen wird. Die ersten 5 Kilometer sollten jeweils kontrolliert und eventuell die Geschwindigkeit angepasst werden.
Der Einsatz eines Pulsmessers während einem Wettkampf ist problematisch, da die Werte selten objektiv sind. Zunächst verändert der normale Vorstartzustand die Herzfrequenz erheblich. Im weiteren Verlauf des Rennens, meist ab 90 bis 120 Minuten, steigt der Puls aufgrund der zunehmenden Dehydration sowie der erhöhten Körperkerntemperatur ohnehin.
Entscheiden Sie bitte selbst, ob Sie sich mit der Pulsuhr belasten wollen.
Mögliche Scheuerstellen können etwa eine Stunde vor dem Lauf mit Vaseline eingecremt werden (z.B. Achseln, Oberschenkelinnenseiten)
Die Socken sollten weder neu noch frisch gewaschen sein. Tragen Sie die Laufsocken bereits beim Einlaufen am Vortag. Sie sollten keine dicken Nähte aufweisen, bequem sitzen und nicht rutschen.
Ein eigener Schwamm (aus Hygiene-Gründen), den man bei jeder sich bietenden Wasserstelle befeuchtet, ist zum Abkühlen sehr wichtig!
Das Aufwärmen dient einerseits der Anregung der beteiligten Organe Herz-Kreislauf, Atmung und vor allem dem Muskelstoffwechsel, andererseits der Verletzungsprophylaxe. Ein minutenlanges Einlaufen ist nicht notwendig. Das Einlaufen vor einem Marathon kann man auf fünf 100 - 150 m Steigerungsläufe beschränken. Zusätzlich ein kurzes tonisierendes Dehnprogramm, um die Muskulatur auf den Wettkampf vorzubreiten. Jede Dehnposition für ca. 3x5 Sekunden einnehmen und wieder lösen. (Bitte kein zähes Dehnen, da der Muskel dadurch entspannt wird)
Bitte beachten Sie: Keinerlei Tests mit Kleidung, Schuhen oder gar Ernährung im Wettkampf. Selbst erfahrenen Wettkampfsportlern unterlaufen manchmal diese „Anfängerfehler”, gerade im Hinblick auf die Nahrungsaufnahme!
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