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3. Mai 2006

Pedalfrequenz - abhängig von der Leistungsfähigkeit bei Fahrradbelastungen

Ein Straßenradfahrer, insbesondere beim Zeitfahren, ist besonders leistungsstark, wenn er es schafft, die maximale Leistung über die gesamte Wettkampfdauer durchzuhalten.
Diese Leistungsfähigkeit kann am besten in einem ansteigenden Fahrradergometertest beurteilt werden. Oft wurde dabei beobachtet, dass die bevorzugte Pedalfrequenz bei Rennfahrern mit 90-100/min deutlich höher liegt als bei Freizeitsportlern. Eine andere Untersuchung ausschließlich bei Profiradsportlern zeigte, dass die besten Zeitfahrer mit der höchsten Frequenz fuhren. Auch die ansteigende Pedalfrequenz
bei den Stundenweltrekorden verdeutlicht dieses Phänomen. In einer neueren Studie absolvierten 13 Radfahrer mit der Frequenz ihrer Wahl einen ansteigenden Fahrradergometertest und einen Test mit konstanter supramaximaler Leistung bis
zur Erschöpfung. Die Pedalfrequenz in diesem letzten Test korrelierte sowohl mit der maximalen Leistung im ansteigenden Test sowie mit der Zeit bis zur Erschöpfung im 2. Test. Auch zeigte die Untersuchung, dass die gewählte Pedalfrequenz sowie die Maximalleistung zwei unabhängige Vorhersagefaktoren für die Erschöpfungszeit im Supramaximaltest waren. Die Studie legt nahe, dass Trainer und Sportwissenschaftler zusätzlich zur Bestimmung der Maximalleistung auch ein Augenmerk auf die eingesetzte Pedalfrequenz werfen sollten. Möglicherweise kommt es durch das Training zu einer besseren muskulären Koordination, die dann höhere Pedalfrequenzen ermöglicht, wodurch in den intensiven Belastungsphasen des Zeitfahrens Kraft gespart werden kann.

Quelle: Deutsche Zeitschrift für Sportmedizin, Jahrgang 57, Nr.3 (2006)
www.zeitschrift-sportmedizin.de
Herr Dörrfuß
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